Umspannwerk 420 kV Chrást
Sanierung und Erweiterung
Sanierung und Erweiterung des Umspannwerks 420 kV Chrást für ČEPS — schlüsselfertige Komplettlieferung bei laufendem Betrieb der Schaltanlage, von der Demontage der ausgedienten Infrastruktur über den Bau der neuen zweireihigen Schaltanlage bis hin zum Einsatz des Leitsystems SCADA.
Die Projektrealisierung erfolgt unter anspruchsvollen Bedingungen bei laufendem Betrieb der Schaltanlage, was eine maximale Koordination der Bau- und Montagearbeiten mit besonderem Augenmerk auf kompromisslose Betriebssicherheit und Arbeitsschutz erfordert. Die Anfangsphase konzentrierte sich auf die koordinierte Demontage der bestehenden ausgedienten Infrastruktur und die Vorbereitung des Geländes für den Neubau. Im Rahmen dieser grundlegenden Erd- und Bauarbeiten wurde vorrangig eine neue Haupterdungsanlage mit einer außergewöhnlichen Kurzschlussfestigkeit von 50 kA/0,5 s (125 kA) errichtet, die eine sichere und zuverlässige Grundlage für sämtliche künftigen Technologieobjekte bildet.
In der Hauptrealisierungsphase konzentriert sich der Bauablauf auf den bau- und technologieseitigen Teil der neuen zweireihigen Schaltanlage, die aus sieben vollständig ausgerüsteten Feldern und einem Messfeld besteht. Schrittweise erfolgen die Montage der Tragkonstruktionen, die Installation von zwei Hauptsammelschienensystemen des Typs W1-W2-W1 mit einer Hilfssammelschiene W5 sowie die Bestückung mit modernen Primärtechnikkomponenten wie den Leistungsschaltern Siemens 3AP2-FI, Trennschaltern und Messwandlern, die strenge EMV-Standards erfüllen. Parallel zum technologieseitigen Teil erfolgt der Bau eines neuen zentralen Gebäudes sowie der Gebäude für die Sekundärtechnik, die als geschützte Basis für die Leitsysteme und das Personal dienen.
Die Abschlussphase ist der Montage der Sekundärsysteme, der Verkabelung, der Prüfung und der gesamten Revitalisierung des Areals gewidmet. Schrittweise wird ein dezentrales Leitsystem SCADA in Betrieb genommen, das über das optische Netz MOR mittels des Protokolls IEC 61850 kommuniziert; zudem werden für jedes Feld redundante, unabhängig gespeiste Schutzsysteme montiert. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des robusten Eigenbedarfssystems mit Transformatoren 2× 1000 kVA und einem Notstromdieselaggregat folgt die Installation von Komponenten der physischen Sicherheit und des Brandschutzes (TSFO, PMS) sowie eines Kamerasystems. Der gesamte Bauprozess wird durch ökologische Maßnahmen abgeschlossen, die die abschließende Begrünung der betroffenen Flächen und den Anschluss der Regenwasserkanalisation an das bestehende System umfassen.
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